Meine ersten Erfahrungen mit Druckerzeugnissen machte ich bereits am Gymnasium, als ich für die Schülerzeitung schrieb. Noch mit dem Zweifinger-Suchsystem, noch auf einer Uralt-Schreibmaschine, die keinen fruchtbaren Dreher oder Dreckfuhler korrigierte, bei der sich nicht selten die Buchstaben verhedderten und das Farbband schnell an Intensität verlor. Nicht zu vergessen die schwarzen Löcher, die sich dort schnell bildeten.

Die Technik, die – noch weit entfernt vom PC und Digitaldruck – für die Tötung mancher Nervenzellen verantwortlich war, konnte jedoch nicht verhindern, dass mich das Formulieren jenseits der Deutsch-, Englisch- oder Französischarbeiten verstärkt in Beschlag nahm. Bald hatte ich auch Spaß, bei einer regelmäßig erscheinenden Zeitschrift mitzuwirken, die der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) herausgab.

Mit dem Abi in der Tasche startete ich bei der Lokalredaktion der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (heute Funke Medien) in Wanne-Eickel, wobei ich schon zu Beginn ein Faible für Glossen und überraschende Bildzeilen hatte, die zum Schmunzeln anregten. Nach der obligatorischen Zeit als freier Mitarbeiter lernte ich den Journalismus als Volontär in verschiedenen lokalen und zentralen Bereichen von der Pike auf. Nach der Ausbildung wurde ich waz-Mann in Herne – und bald doch wieder Freiberufler, weil mich die redaktionelle wie sprachliche Vielfalt bei unterschiedlichen Zeitungen, Magazinen und Agenturen sowie die Reportagen im Hörfunk reizten.

Als ich mehr von meiner gewachsenen Familie und meinen Freunden haben wollte und der Chef der Öffentlichkeitsarbeit der damaligen Hüls AG anfragte, der einen Journalisten für die Unternehmenszeitung suchte, entschied ich mich wieder für geregelte Arbeitszeiten. Schon bald wechselte ich die Flurseite - ohne Schaden anzurichten -, wurde Pressesprecher des Marler Chemie-Konzerns und dehnte die PR-Aktivitäten auf Europa aus.

Es folgten zahlreiche Umfirmierungen, Umstrukturierungen und Umzüge mit noch mehr Vorständen und Geschäftsführern - nur die Telefonnummer blieb. Knapp 30 Jahre lang verdiente ich meine Brötchen in der Kommunikation der heutigen Evonik Industries AG, zuletzt als Chefredakteur und Pressesprecher im Chemiepark Marl, in dem rund 10.000 Menschen aus mittlerweile zahlreichen Unternehmen arbeiten.

Mit dem Start in die Altersteilzeit begann mein großes Interesse für die ganz kleinen Texte. Die Idee für einen Cartoon-Band und weitere Druckerzeugnisse war schnell geboren, doch bis zur Buchpremiere war es ein langer Weg, auf dem viele kleine Schritte erforderlich waren.

Nach dem Motto "Frische Luft für frische Ideen" kommen die meisten Sprüche beim ausgiebigen Gassigehen mit Ella, einer wunderbaren Kleinen Münsterländerin, angeflogen. Manchmal im wahrsten Sinnes des Wortes: So möchte ein Vogel ("Ich bin ein Star, ich will hier raus") nicht im Bauch der Katze enden, ein Vogelmädchen zeigt stolz seinen Ring, nachdem es den Antrag angenommen hat, der Bussard hat einen Schlag bei Tauben, der Igel Schmetterlinge im Bauch, weil sie ihm schmecken, und der bellende Vierbeiner möchte in die Lüfte steigen wie die Flughunde. 

Schmunzeln geht aber auch ohne Zeichnung - Sie können ein Bild sofort vor Augen oder im Kopf haben: Denken Sie nur mal daran, wie es aussehen könnte, wenn Sie die Heizung hochdrehen, mit dem Lappen über den Tisch gehen, die Wäsche umwerfen (eben nicht aus der Waschmaschine in den Trockner) oder auf der Arbeit bei Starkregen überlegen, ob Sie daheim das Fenster losgelassen haben.

Den Klassiker erleben Sie übrigens am Telefon, wenn Sie jemanden aus dem Vorzimmer am Hörer haben und der Vorgesetzte gerade verhindert ist. Was könnten Sie nicht alles auf die traditionelle Frage: "Kann mein Chef Sie zurückrufen?" antworten...